Marseille, eine Reise Wert.

Marseille, eine Reise Wert.

Marseille die älteste Stadt Frankreichs empfing mich mit Starkregen, dabei hatte ich irgendwo was von 300 Sonnentagen im Jahr gelesen.

So kam es, dass von den vier Tagen nur 2,5 Tage bei schönem Wetter für mich in Marseille vorgesehen waren. Ja so ein bisschen geärgert hat es mich schon, aber am Ende überwiegt die Freude, in dieser tollen Stadt gewesen zu sein.

Marseille ist irgendwie anders nicht so typisch Französisch, wie man es immer zu hören bekommt. Eine offene freundliche Stadt, wo man sich entschuldigt, wenn es mit dem Englisch mal nicht so klappt. Wenn müsste ich mich ja entschuldigen das außer Bonjour, Merci und Au Revoir es das mit meinem Französisch schon gewesen war.

Vieux Port (Alter Hafen)

In Marseille versammelt sich alles um den Vieux Port, den alten Hafen. Egal ob Einheimischer oder Tourist hier ist, immer was los. Cafés, Restaurants, Bars und kleinere Geschäfte zieren das Bild des Vieux Port.

Sich entspannt bei einem Espresso in einem der Cafés das wilde Treiben der Touristen und Einheimischen angucken und dabei alles egal sein zu lassen, wunderbar.

Der alte Hafen war die Tage immer der Ausgangspunkt meiner Erkundungen, die man zu Fuß, mit der Metro oder Bus, einem Hop on, Hop off Bus (Stadtrundfahrt, 19 €) oder eines kleinen Zuges (verschiedene Touren, jahreszeitabhängig, 8 €) unternehmen kann. So wie es einem am besten passt. Dabei war ich, bis auf ein paar Ausnahmen immer zu Fuß unterwegs da macht man schon mal 15 bis 20 Kilometer, wenn man nicht aufpasst.

Im alten Hafen gibt es eine Fähre, die Dich von der einen zur anderen Seite bringt, wenn Du für einen Tag schon genug zu Fuß unterwegs gewesen bist. Habe ich allerdings nicht genutzt.

Basilika Notre-Dame-de-la-Garde

Ein großes Highlight ist der 360 Grad Blick auf Marseille von der Basilika Notre-Dame-de-la-Garde aus. Das solltest Du Dir auf jeden Fall nicht entgehen lassen, wenn Du einmal in Marseille bist. Wenn das Wetter passt, was meistens der Fall ist ein grandioser Ausblick.

Tipp: Du kannst vom Vieux Port aus mit der Buslinie 60 für 2 € direkt bis nach oben Fahren, natürlich kannst Du den Weg auch zu Fuß zurücklegen.

Da es ein Highlight ist und bei vielen Touristen auf dem Tagespunkt steht, kann es dort recht schnell sehr voll werden. Am besten vor 9 Uhr oben sein, um es genießen zu können.

Ein Restaurant und ein Museum gibt es dort oben auch, man kann also etwas Zeit verbringen. Am meistens begeistert aber der sensationelle Ausblick.

Parc Émile Duclaux

Vom Parc Émile Duclaux aus hast Du schon mal einen kleinen Vorgeschmack, was die Aussicht betrifft. Hier kannst Du es Dir außerdem auf der großen Wiese bei einem Picknick gemütlich machen und entspannen. Der Park liegt direkt am Palais Du Pharo, der Palast Napoleons III., der hier eine Residenz direkt am Wasser haben wollte. Hätte ich da auch bauen lassen.

Nicht weit entfernt liegt der Plage des Catalans ein kleiner Sandstrand, wenn das Wetter passt, kannst Du hier direkt ins Meer hüpfen. Da hält auch der Hop on, Hop off Bus auf seiner Tour.

Le Panier

Im Altstadtviertel Le Panier triffst Du in der einen Gasse Souvenirshops, Marseille Seifen Shops oder Cafés in der nächsten Gasse Armut und auch Uringestank um dann wieder auf stille Plätze zu treffen.

Hier scheint sich einiges verändert zu haben im Laufe der Jahre. Auf Mein Frankreich habe ich dazu einen Blogpost gefunden, der Dir mehr darüber erzählt. Le Panier

Auch in Marseille macht der Wandel der Zeit nicht halt, hier möchte man auch moderner und hipper werden hoffentlich verliert man dadurch nicht an Charme.

Shopping

Entlang der Le Canebiére oder der Rue Paradis kannst Du auch einen Shoppingbummel machen, das bietet Dir Marseille natürlich auch. Wobei es entlang der Rue Paradis ruhiger ist als auf der Le Canebiére. Hier habe ich keine Bilder gemacht, warum weiß ich nicht. War eben selbst überrascht beim Durchschauen der restlichen Bilder!

Orange Vélodrome (Stade Vélodrome)

Allen Fußballfans kann ich das Orange Vélodrome ans Herz legen, dass umgebaute und im Oktober 2014 eingeweihte Stadion von Olympique Marseille.

Dort ist den Architekten was Tolles gelungen. Das Stadion liegt an der Metro Station Rond-Point du Prado und dort hält die Metro M2.

Insgesamt gibt es in Marseille nur zwei Metrolinien die M1 und M2 sehr übersichtlich das Ganze.

An- und Abreise

Natürlich hat Marseille auch einen Flughafen allerdings, bin ich mit der Bahn nach Marseille gereist.

Was daran lag, dass die Flugpreise echt hoch waren und ich dann irgendwie Lust darauf hatte die Tour mit der Bahn zu machen. Von Frankfurt gibt es eine Direktverbindung mit dem TGV nach Marseille.

Gebucht hatte ich das Ganze über die Bahn und dank Bahncard und einem Gutschein, den ich noch hatte, kostete mich die Fahrt 138,80 € (Hin- und Rückfahrt). Also ging es vom Hamburg über Frankfurt nach Marseille.

Auf der Hinfahrt wurde der TGV erst ab Mannheim eingesetzt, da konnte ich allerdings mit dem ICE bis Mannheim fahren. Danke an den freundlichen Zugbegleiter.

Die Rückfahrt verlief auch sehr entspannt, im Bordbistro gab es zum Frühstück einen Cappuccino und ein Croque Monsieur für schlappe 9,80 €. Ich hatte es nicht mehr geschafft, mir in Marseille am Bahnhof etwas zu holen.

Die Fahrt mit dem TGV war sehr angenehm. Breitere Sitze und größere Tische, als man es aus dem ICE gewohnt ist und ein sehr stabiles Wifi noch dazu.

MacBook und iPad
Platz für MacBook und iPad

Unterkunft

Und wieder ein Hotel über Booking.com* statt endlich mal Airbnb auszuprobieren. Irgendwann bekomme ich das auch mal hin.

Das Aparthotel Adagio access Marseille Saint-Charles* liegt direkt am Bahnhof, was ich allerdings auch bewusst so gewählt hatte. Da ich spät angekommen und morgens früh wieder abgereist bin und nicht noch durch die halbe Stadt wollte. Mit dem Wissen von jetzt wäre das natürlich auch kein Problem gewesen.

Ich sage mal so, für ein paar Nächte zum Schlafen ist es gut gewesen nicht mehr und nicht weniger.

Das Zimmer war sauber, gereinigt wurde in den Tagen nicht, was ich aber bei der Buchung schon wusste und okay für mich war. Für einen Kaffee, O-Saft und Croissant reichte das Frühstück für mich. Die Leute dort waren sehr freundlich und hilfsbereit.

Bilder

Für eine größere Ansicht einfach auf ein Bild klicken.

Ich hätte gern mehr…..

Ich hätte Dir gern mehr über Marseille berichtet, aber ich war meistens in und um den Hafen unterwegs. Am Samstag war dazu Streiktag und in Marseille war der Wahnsinn los, genervt und mit Muskelkater vom Vortag lag ich gegen 14 Uhr schon wieder im Hotel.

So waren es am Ende nur 2,5 Tage für Marseille, was durchaus auch reichen mag, wenn man das volle Programm runterspielt. Ich habe mich aber treiben lassen, wie ich es gerne mache und nicht so sehr auf die touristischen Highlights geachtet. Bis auf die über die ich hier geschrieben habe.

Deswegen verweise ich Dich noch auf den Beitrag von Miss Phiaselle aus dem Jahr 2015.

Bei der Basilika und während der Fahrt mit dem Hop on, Hop off Bus habe ich noch ein paar Videos gemacht. Mit YouTube und Videoschnitt habe ich mich noch nicht beschäftigt, aber sollten die Videos mal Online gehen, erfährst Du es auf Twitter und dann werde ich dies hier auch noch verlinken.

Ich hoffe, es hat Dir trotzdem etwas gefallen, wenn Du Marseille schon kennst oder einen Besuch dort planst, hinterlasse mir doch einen Kommentar, was Du von dieser schönen Stadt hältst.

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Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

    1. Dankeschön. Ja die paar Tage noch zu bleiben war gut.

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